Filmdienst, 25.02.2022

EUROPE, review
Esther Buss

In einer südwestfranzösischen Kleinstadt wartet eine aus Algerien stammende Frau nach einer medizinischen Behandlung auf die Verlängerung ihrer Aufenthaltsgenehmigung. Als ihr Antrag abgelehnt wird, kommt sie den Bildern des Films abhanden. Suspendiert aus dem gesellschaftlichen Raum, wird sie zur phantomhaften Figur in einer Fiktion. In seinem ersten Spielfilm setzt der Dokumentarist Philip Scheffner die in seinem Film „Havarie“ begonnene Zusammenarbeit mit der Algerierin Rhim Ibrir fort. Präzise Bilder und eine starke konzeptionelle Setzung, die Sicht- und Hörbarkeiten neu verteilt, lassen den Verlust von Handlungsraum und Legalität dabei sicht- und spürbar werden. full article